Digital Banking: Banken starten Aufholjagd

"Die Zahlen sprechen für sich," sagt Vorstandsvorsitzender Stephan Paxmann. "Mehr als 45,6 Millionen Deutsche besitzen mittlerweile ein Smartphone, rund die Hälfte nutzt Mobile Banking, weitere 17 Prozent haben vor, digitale Finanzdienste in den nächsten zwölf Monaten in Anspruch zu nehmen." Parallel dazu hat sich das Investitionsvolumen in neue Digital Banking-Lösungen im vergangenen Jahr auf rund 12,2 Milliarden US-Dollar verdreifacht. Die Zahl der Geschäftsmodelle ist zudem innerhalb eines halben Jahres auf 800 angestiegen. Anfang März sind es laut TME Institut noch rund 400 gewesen.

"Dieses enorme Wachstum hat die Finanzwelt aufgerüttelt", sagt der Finanzexperte. "Nachdem die Geldhäuser lange Zeit branchenfremden Anbietern das Geschäft mit dem Smartphone überließen, arbeiten sie nun mit Hochdruck an eigenen digitalen Geschäftsmodellen". Für die Umsetzung werden zum Teil dreistellige Millionenbeträge in die Hand genommen. Doch neue nutzerorientierte Banking-Apps lassen sich nicht aus dem Boden stampfen. Viele Banken gehen deshalb strategische Kooperationen mit Fintechs ein, um ihr digitales Angebot schnell und effektiv zu erweitern. Auf Platz eins rangieren nach Aufzeichnungen des TME Instituts Allianzen mit Mobile Payment-Anbietern, gefolgt von Kooperationen, die für Bankkunden das Onlinebanking vereinfachen - seien es Video-Identifikationsprogramme wie idNow oder webID, digitale Rechnungsscans wie Gini oder der Kontowechsel per FinReach-App. Aber auch im angestammten Kerngeschäft - dem Investment und der Finanzierung - zeichnen sich immer mehr Bündnisse ab.

Das TME Institut ist überzeugt, dass die Zahl der Kooperation in den nächsten Monaten weiter zunehmen wird. Spätestens ab 2017, so Paxmann, werde jedoch die Konsolidierung des Marktes einsetzen.

Quelle: http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Digital-Banking-Banken-starten-Aufholjagd-4557961


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